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Zukunft Personal 2019 Messe Review – alles was Personal schreiben kann, ist dabei

Eine Branche kommt zusammen

Wie immer vergeht die Zeit sehr schnell und nun ist auch die 20. Zukunft Personal in Köln schon wieder vorbei. Für uns war es erneut die Gelegenheit mit der Branche ins Gespräch zu kommen, Innovationen zu suchen und Trends zu finden. Ob uns dies gelang, erfahrt Ihr in diesem Artikel.

 

Erst einmal Danke sagen

Wie es sich gehört, bedankt man sich bei seinem Gastgeber. Es gibt wohl keine bessere Gelegenheit, einen tieferen Einblick in und über die Branche zu erhalten, als auf der Zukunft Personal Europe. Die Stimmung war toll, die Aussteller fast restlos begeistert. Wer als Aussteller Kunden und Aufträge gewinnen wollte, hatte nach Aussagen vieler Standbetreiber beste Chancen. Die Messe war wie immer gut organisiert. Für Messe-Erfahrene nicht ganz unwichtig: Genügend Möglichkeiten, um zu verschnaufen, gab es auch.

personal messe persoperm

Neben vielen Speakern versorgten uns die Standbetreiber mit Popcorn, Smoothies, zahlreichen Saft- und Kaffeebars oder sogar Slushies. Die Stände ließen sich was einfallen, um wortwörtlich unseren Geschmack zu treffen.

 

Wo Licht ist, ist auch…

Wenn es beim Drumherum etwas zu kritisieren gab, dann war es, wie jedes Jahr, die Versorgung der Messe Köln selbst. Das Catering war nicht gerade auf der Höhe der Zeit. Die Snackpoints hatten ab 14Uhr nur noch Reste zu bieten. Vegetarisch war bestenfalls der Fertig-Muffin. Es schien, dass morgens Brötchen belegt und Bockwürste aufgewärmt und dann bis zum bitteren Ende abverkauft wurden. Nachschub wurde schmerzlich vermisst. Frische daher auch. Die Kantinenmeile bot etwas mehr Abwechslung, war daher auch immer ein Ticken zu voll und lud wenig zum entspannten Gespräch beim Mittag ein. Im Gesamten also eher enttäuschend. Und leider war es nicht das einzige was enttäuschte.

 

Gesunde Mitarbeiter sind produktive Mitarbeiter

Nun waren wir ja nicht zum Essen da. Allerdings passt das Thema hervorragend zum geheimen Top-Topic der Messe. Das schien 2019 die Mitarbeitergesundheit zu sein. Dabei ging es aber nicht nur um Ernährung. Allein die Anzahl an Bike-Leasing-Anbietern und dazugehörigen Dienstleister, wie z.B. Versicherungen wäre einer eigenen kleine Messe würdig gewesen. 

 

Deswegen stammt auch unsere Formulierung der Woche von diesem Teil der Messe. „Corporate Health Care“ drückt aus, was eine halbe Messehalle gerne den Besuchern auf die Must-Have-Liste schreiben wollte. Davon abgesehen, dass dieses Wortkonstrukt mindestens abenteuerlich ist, waren Angebote physischer und psychischer Natur überpräsent. Man hatte fast den Eindruck Mitarbeiterbindung geht nur noch mit dem Rad.

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Große Erwartungen

Vorab las man für die anstehende Messe viel von neuen K.I.-Lösungen, insbesondere im Kandidatenbereich. Tatsächlich waren die Erkenntnisse vor Ort eher ernüchternd. Insbesondere die Beliebigkeit der Anbieter war, im Kontext des immer stärker werdenden Mitarbeiter- und Fachkräftemangels ernüchternd.

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Neben X Varianten von Personalmanagementprogrammen, die alle mehr oder weniger das Gleiche können, sich lediglich mal etwas moderner, etwas flexibler oder in Teilen günstiger präsentierten, gab es die üblichen Verdächtigen an Jobportalen und natürlich junge neue Player, die sich entweder auf einzelne Branchen konzentrieren oder mit besonderen Features locken.

Letztlich stellte sich aber auch hier schnell heraus, dass mehr als klassische Matchingmethoden keiner anbot. Schick verpackt, kompliziert erklärt. Wer von Technik etwas Ahnung hat, dem wurde schnell klar, nix Innovation, nix Lösung. Der Markt steckt fest. Neue Modelle gibt es kaum. Meist sind es alte Ideen nur neu verpackt.  

 

Lösungen für den großen Mann

Auffällig war auch, viele Lösungen setzen auf große Unternehmen. Als wäre die Beliebigkeit nicht problematisch genug auf einem durchaus begrenzten Markt.

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So richten sich überaus viele Anwendungen zudem an Betriebe mit mehr als 250 Mitarbeiter. Es mag auch Lösungsmöglichkeiten für kleinere Unternehmen geben, gewollt scheinen sie nicht wirklich. Das ist verwunderlich, machen mittelständische Betriebe, mit weniger als 250 Mitarbeitern, immerhin mehr als 99,5% der Unternehmen in Deutschland aus. 97,7% davon sogar unter 50 Mitarbeiter.

Mutmaßlich wegen der einfacheren Monetarisierung nimmt man die großen ins Ziel. Mittelfristig ist dies aber wirtschaftlich zu kurzgedacht. Denn die oft sehr kostenintensiven Lösungen bauen auf den Zusammenhalt des Marktes. Viele Anbieter könnten durchaus kostengünstigere Modelle anbieten oder auf Basis ihrer Lösungen entwickeln. Die Digitalisierung macht es schließlich möglich.

Das Kartenhaus bricht nämlich dann zusammen, wenn ein Anbieter aus diesem Muster ausbricht. Ob dann alle schnell genug reagieren können bleibt abzuwarten. Und die Beben in der Branche nehmen diesbezüglich zu. Da kann man froh sein, dass Google for Jobs nach anfänglicher Euphorie definitiv viel zu früh gelauncht wurde. Nicht das erste Mal bei Google, dass man Lösungen zu früh auf den Markt bringt für die man lieber nochmal Zeit ins Detail gesteckt hätte.

 

Achtung Agentur

Wir haben es auch schon im Podcast thematisiert. Auf der Messe war es jedoch äußerst auffällig. Noch nie waren so viele Agenturen mit klarer Ausrichtung auf Employer Branding zu sehen. Vielleicht waren sie schon letztes Jahr da. So präsent, wie dieses Jahr, waren sie nie. Leider stellte sich in dem ein oder anderen Gespräch schnell heraus, dass da wenig Substanz herrscht. Employer Branding ist eben nicht mal eben eine weitere Marketing-Disziplin, die man seinem Agenturportfolio hinzufügen kann oder die Ausrichtung neu zu schärfen.

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Wie immer darf man uns hier nicht falsch verstehen. Es braucht gute Agenturen, die eine marketingorientiertere Perspektive im Employer Branding einnehmen. Allerdings entwickelt es sich hier eher in eine ähnliche Richtung, wie bei Agenturen und Mediaagenturen vor eins, zwei Jahren. Hier waren die Mediaanbieter der Meinung ins klassische Strategiebusiness vordringen zu können. Von eher mäßigem Erfolg. Jetzt wagen Agenturen den Schritt in den Bereich Human Ressource. Dabei haben sie damals betont, dass der Einkauf von eins zwei „Experten“ nicht den Vorstoß in eine andere Branche ermöglicht. Medial erhielten sie viel Aufmerksamkeit.

Umso verwunderlicher ist es, dass auch Xing plant abseits seiner bereits breiten Pfade zu wandern und ins Beratergeschäft, speziell beim Employer Branding, einzusteigen. Ob das klug ist wird sich zeigen. Das Interview mit Dr. Jens Stief, Sprecher der Geschäftsführung der Xing E-Recruiting GmbH und Co. KG, im HR-Manager-Magazin, lässt aus Expertensicht zunächst daran zweifeln. Es erinnert zu stark an die vergangenen Szenarien mit den Mediaagenturen. Nötig hat Xing das nach aktuellem Kenntnisstand eigentlich nicht.

 

Es sind die kleinen Momente

Das sind Zukunftsthemen. Die Zukunft Personal ist daher immer gut, um nicht nur einen Überblick zu bekommen, sondern mit einer Betrachtung quasi zwischen den Zeilen abzulesen, was kommen mag und was die Branche unausgesprochen bewegt. Wirtschaftlich gesehen sind es rosige Zeiten für alle Anbieter im HR-Bereich.

Dabei sind es die kleinen Dinge, die eine Messe erinnernswert machen. Denn Kununu, als Tochterunternehmen von Xing, geht mit dem Thema Employer Branding sehr offensiv um. Welche Botschaft der „Tätowierer“ bei „Employer Branding, das unter die Haut geht“ genau vermitteln soll, war uns nicht ganz klar. Man könnte das auch falsch interpretieren. Ob man darüber lachen kann, muss jeder für sich entscheiden.

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Außerdem war besonders ein Stand, der jedem Trend strotzte oder quasi einen neuen zu etablieren versuchte? Wir wissen es nicht genau, aber der Mut zur Reduktion bei #StudioZ war beeindruckend. Und das am besten Platz, nicht wegen der Nähe zum Snackpoint, sondern direkt gegenüber der Keynote-Speaker-Bühne.

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Da war unser Gespräch mit Azubyio ein perfekter Messe-Abschluss. Selten konnte ein Ausbildungs-Informations-Angebot so schlüssig überzeugen. Wenn selbst Andree nur noch Potential zum Ausbau sieht, die Basis aber für grundsolide hält und wenig zum Meckern findet, dann lohnt sich ein Blick. Wir haben vereinbart in Kontakt zu bleiben. Ein genauerer Blick lohnt sich hier in unserem Blog durchaus.

 

Außer Spesen nix gewesen?

Auf keinen Fall. Davon abgesehen, dass ein gemeinsamer Messebesuch auch für unser Team immer ein schöner Anlass ist, mal aus dem Alltag auszubrechen und sich zu „builden“. Es ist, wie bereits erwähnt, auch immer eine Gelegenheit zwischen den Zeilen der Branche zu lesen. Welche Schlüsse man daraus zieht, ist eine andere Sache. Für uns waren diese Erkenntnisse 2019 sehr nützlich. Wenn jetzt noch das Catering einen Sprung nach vorn macht, dann wird 2020 quasi zum Pflichtprogramm für alle, die Personal nicht nur schreiben, sondern auch weiterdenken können.

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