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Xing Business-Netzwerk für Business-Buddies

Titel-Xing persoperm Blog

Nachdem wir uns in den letzten drei Teilen unserer Blog-Serie zum Thema Social Media im Recruiting den aktuellen Big 3 gewidmet haben, soll es in den nächsten beiden Teilen um die so genannten Business-Netzwerke gehen. Wir fangen an mit Xing, eines der beiden bekanntesten Business-Netzwerke im DACH-Raum.

 

Xing im Überblick

Gegründet 2003 als OpenBC (open Business Club) von Lars Hinrichs, durchlebte das Netzwerk so einige Zukäufe und Veränderungen. Inzwischen ist Xing nicht mehr nur ein Kontaktnetzwerk, sondern ein Ticketverkauf und eine Event-Schmiede, eine Stellenbörse und Verbund unterschiedlicher Interessen, ein Buchungstool für Berater und Coaches, sowie im weitesten Sinne ein Nachrichten-Aggregator und eine Arbeitgeber-Bewertungsplattform.

Letzteres bezieht sich auf die 2013 gekaufte Arbeitgeber-Bewertungsplattform kununu aus Österreich. Dieser widmen wir uns aber in einem gesonderten Teil.

Xing hat nach eigen Angaben 19,5 Millionen Nutzer in der DACH-Region (2Q, Statista) und damit im letzten Jahr 2 Millionen Nutzer hinzugewonnen. Wie viele aktive Nutzer darunter sind bleibt Spekulation. Es richtet sich dabei aber nicht nur an Unternehmer, sondern auch an Arbeitnehmer und gerne würde das Netzwerk auch Studierende, wie Auszubildende stärker für sich gewinnen.

 

Wen adressiert Xing primär?

Ein Blick auf die Zielgruppen lohnt sich auch genauer. Studierende findet man eher selten und Auszubildende sogar noch seltener. Allerdings ist Xing hier auch sehr behäbig unterwegs. Interessanter wird es bei den Arbeitnehmern. Hier kann man verschiedene Teilzielgruppen erreichen. Vom Geschäftsführer bis zum Sachbearbeiter finden sich hier zahlreiche Berufsgruppen. Wer allerdings eher nach Handwerkern, Arbeiter im Baugewerbe oder nach einer Fachkraft in der Gastro oder Verkauf sucht, wird wohl vermutlich enttäuscht werden. Sicherlich finden sich einzelne Menschen aus diesen Bereichen.

Xing Zielgruppen Blog persoperm

Die große Mehrheit kommt aus Fach- und Führungspositionen oder sie sind im Dienstleistungsbereich, technischen Segment, der Beratung oder dem Vertrieb tätig.

 

Was kann es und was nützt es?

Bei den Funktionen bietet Xing beinah etwas zu viel. Was vorteilhaft klingt ist in der Praxis gar nicht so praktisch. Es gibt gleich mehrere Möglichkeiten eine Unternehmens-Seite zu betreiben. Damit aber mehrere Personen die Seite mit Content füllen können muss ein im Verhältnis recht teures Paket gebucht werden. Das ist für viele kleinere Unternehmen durchaus ein Problem.

Ansonsten bleiben einem neben dem privaten Feed noch Gruppen und Events. Dabei sind die Gruppen das zentrale Element auf Xing. Hier hat die Plattform sogar eigens Ambassadeure berufen, die für eine Region oder ein spezielles Thema offizielle Xing-Gruppen leiten. Allerdings gelten hier strenge Spielregeln. Wer seine Infos in mehr als drei Gruppen postet muss damit rechnen, dass der Content verschwindet. Hinzu kommt die immer schwächer werdende Interaktionsbereitschaft. Das Überangebot von Xing, angefangen bei der extra Event-Plattform über Pro-Jobs und andere „Pro“-Angebote, die zusätzlich zur Pro-Mitgliedschaft je Funktion nochmal prordentlich Geld kosten.

Und wo wir gerade bei Geld sind: Natürlich lassen sich auch Beiträge sponsern oder Ads einkaufen. Allerdings nur in „Paketen“, die ebenso ordentlich Geld kosten. Für kleine und mittelständige Unternehmen oft wenig sinnvoll. Die Costs-per-Click liegen hier um ein Vielfaches höher als z.B. bei Facebook, Instagram und anderen Plattformen. Jetzt wird oft damit argumentiert, dass es hier auch um „wertvollere“ Clicks geht und auch die Conversions wesentlich lukrativer wären. Das mag im Einzelfall sogar stimmen, auf die breite Masse der 19,5 Millionen User trifft das wohl nicht zu. Stichhaltige Belege hierzu findet man kaum. Die meisten Informationen zum Netzwerk veröffentlicht die Betreibergesellschaft New Work SE selbst. Damit will ich nicht unterstellen, dass die Daten geschönt sind. Ob aber die Klicks und die Convertions wirklich den starken Mehrpreis rechtfertigen, lässt sich durch die zugänglichen Daten nur schwer beantworten.

Xing Share Blog persoperm

Recruitingformate auf Xing

Neben den Stellenausschreibungen bietet Xing auch verschiedene Anzeigenformate. Für professionelle Recruiter oder große Unternehmen rentieren sich auch die zusätzlichen Tools, die Xing für einiges Geld anbietet. Das lohnt sich insbesondere bei vielen Vakanzen oder wer besonders herausfordernde Stellen zu besetzen hat. Dabei unterstützen die Tools sowohl bei der Identifikation der passenden Kandidaten als auch bei der Kandidatenansprache.

Darüber hinaus bietet Xing durch seine Events, die auch rein online stattfinden können, auch Möglichkeiten für Webinare oder andere virtuelle Begegnungsmöglichkeiten. Die Unternehmensseiten, die bei größerem Engagement auch mit Unternehmensvideos versehen werden können, bieten darüber hinaus eine gute Möglichkeit für das Employer Branding.

In den bereits beschriebenen Gruppen können ebenso Stellen geteilt werden. Wer Xing hier mit seinen Möglichkeiten ausnutzt kann auch einen Teil des Bewerbungsprozesses damit abbilden.

Xing User Blog persoperm

 

Zukunft des Netzwerkes

Eigentlich klingt das alles gar nicht so schlecht. Allerdings wurde schon angemerkt: Xing richtig auszuschöpfen, kann schnell zu einem erheblichen Mitteleinsatz führen. Der aber lohnt sich für viele kleine und mittlere Unternehmen eher selten. Hinzu kommen die wesentlich günstigeren Alternativen, die vielleicht nicht die Business-Ausrichtung von Xing haben, aber mitunter deswegen für das Recruiting viel zielführender sein können. Schließlich erreicht man auf Xing längst nicht jede Zielgruppe.

Vor Corona hat Xing neben dem Ambassador-Programm verstärkt versucht, in den Live-Event-Bereichen vor Ort Fuß zu fassen. Das sah auch zunächst ganz gut aus. Ziel war es, den einzelnen Mitgliedern wieder mehr zur direkten Vernetzung zu verhelfen und dadurch einen realen Mehrwert zu schaffen. Eigentlich ein folgerichtiger Schritt, der durch Corona einen spontanen Einschnitt erhielt. Das ist umso tragischer, da die Entscheidungen zur Design-Anpassung des Feeds im Kachelsystem für viele Nutzer ein Schritt in die falsche Richtung war. Das Kachelsystem ist nochmal nach Kategorien unterteilt und bietet daher wenig Übersicht im eigenen Feed, der nun zudem kein wirklicher Feed mehr ist. Der Wunsch, sich hier eventuell von Wettbewerbern abzusetzen, überzeugt nicht bei der User-Experience und könnte mittelfristig dazu führen, dass das Netzwerk z.B. gegen seinen Wettbewerber aus den USA auch in der DACH-Region den Kürzeren zieht.

Der holt nämlich stark auf und auch wenn New Work SE nach eigenen Angaben Nutzer hinzugewinnt, wirkt der teilweise semi-optimal eingebundene Zukauf von Funktionen in Güte und auch Menge bei so manchen kontraproduktiv. Zudem kann Xing, mit seinen Problemen bei der Funktionalität mit anderen Plattformen und Tools, in Zukunft tatsächlich zu einem Außenseiter werden.

Es bleibt spannend, wie sich Xing unter den benannten Faktoren weiterentwickelt.

Xing Events Blog persoperm

 

Wie recruitingtauglich ist Xing?

Zu behaupten, Xing wäre nicht fürs Recruiting geeignet, wäre mehr als tollkühn. Selbstverständlich sollte in jeder guten Recruiting-Strategie Xing seine Erwähnung finden. Ob man aber tatsächlich Anzeigenschaltung oder ein erweitertes Unternehmensprofil plant, muss man gut überlegen.

Zudem lässt sich Xing nicht wie viele andere Netzwerke mit Content befüllen. Durch das Kachelsystem existiert kein klassischer Newsfeed und obwohl sich grundsätzlich alle Formate irgendwie einbinden lassen, tut sich Xing schwer damit unkompliziert und einfach Postings mit Bild, Bewegtbild, Ton oder Link umzusetzen. Darüber hinaus ist Xing als eines der relevantesten Netzwerke in der DACH-Region inzwischen (Stand heute) weder bei Hootsuite, noch bei Hubspot eingebunden, um die Content-Planung und -Ausspielung zu erleichtern. Generell zeigt Xing extreme Schwächen beim Zusammenspiel mit anderen Tools und Plattformen. Sprich, Xing braucht häufig eine Extrawurst, die Zeit, Nerven und letztlich auch Budget frisst.

Fazit ist: Xing im Recruiting auf jeden Fall, aber man muss genau überlegen, welche Maßnahmen zu den anderen Aktivitäten passen und ob man mit dem gleichen Budget nicht anderswo viel mehr erreichen könnte.

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