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Später wird‘s konkreter – unser Resümee vom Wahl-Spezial

Wahl-Spezial recruising persoperm
Eines vorweg

Die folgenden Zeilen werden ein Essay. Sie spiegeln meine (Andrees) ganz persönliche Meinung wider. Auch wenn ich davon ausgehe, dass Norman in vielen Dingen grundsätzlich der gleichen Auffassung ist, möchte ich das nochmal herausstellen – schließlich geht es um Politik.

 

Was Aretha Franklin sagt!

Ich beschäftige mich ja nun schon lange, regelmäßig und intensiv mit Politik. Daher weiß ich, es ist keine so leichte Aufgabe in so vielen unterschiedlichen Themen immer am Puls der Zeit zu sein oder gar einen Schritt voraus. Zum Glück muss ich selbst nur in meinen vergleichsweise wenigen Themen fit sein. Von daher habe ich tiefsten Respekt für alle Politiker, die sich täglich genau dieser Herausforderung stellen. Darum verwundert es mich öfter, dass genau eben jene Politiker diese Inkonvenienz nicht besser kommunizieren. Der Bürger weiß oft nichts von diesem Dilemma. Dennoch kann ich sagen, dass mich in den meisten unserer Gespräche beeindruckt hat, wie sattelfest unsere Gesprächspartner waren, auch wenn wir mal vom eigentlichen Themenfeld etwas weiter abgeschweift sind.

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Die Wahl-Spezial-Tour

Zunächst muss ich konstatieren: Norman und ich hatten wirklich viel Freude mit den Gesprächspartnern der unterschiedlichen Fraktionen. Wir haben uns ganz bewusst für ein offenes Themenformat entschieden, weil wir aus der klassischen Interviewform ausbrechen wollten, um tiefere Einsichten bei den politischen Vorhaben zu erhalten.

Wir hoffen, dass uns das gelungen ist. Für uns waren die Gespräche sehr aufschlussreich und zugleich sehr unterhaltsam. Gerade die Themen rund um Arbeit und Arbeitsmarkt sind sehr vielseitig und komplex. Umso mehr freut es mich, dass alle Fraktionen das Thema für die kommende Legislatur stark fokussiert haben.

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Bildung muss digital

Das zentrale Thema war Bildung. Alle Fraktionen, mit denen wir gesprochen haben (und auch im Wahlprogramm der CDU) nimmt Bildung den zentralen Stellenwert ein. Beim einen mehr, beim anderen weniger. Letztlich landeten alle bei der zentralen Frage, wie wir unser Bildungssystem modernisieren können und wie wir vor allem Digitalisierung in Schulen realisieren wollen, um Schüler besser auf die Berufs- und Studienwahl vorbereiten zu können.

Allerdings bleibt leider unterm Strich zu sagen: Einen konkreten Plan vermisse ich bei allen. Das was viele Experten als wirklich notwendig erachten, wird derzeit mit keiner der Fraktionen in der nächsten Legislatur möglich sein. Viele wollen durchaus Veränderung – andere mehr, andere weniger. Das Bildungssystem ins 21. Jahrhundert zu bringen hat keiner vor. Dazu gehört nämlich nicht nur Tablets in jede Klasse zu bringen oder Gemeinschaftsschulen auszubauen. Das sind zwar wichtige Elemente, aber ein modernes Gesamtkonzept blieb mir trotzdem verwehrt.

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Jetzt könnte man argumentieren ich (und zahlreiche andere Bildungsexperten) will da zu viel. Das kann ich nachvollziehen, ändert aber nichts an der Notwendigkeit.

 

Mobil ist das Ziel

Das zweite sehr präsente Thema erschien mir Mobilität in seinen verschiedenen Facetten. Insbesondere auch die Mobilität von Schülern und Jugendlichen. Sei es, um zur Schule im Nachbardorf oder zur Lehrstelle in einem anderen Landkreis zu kommen. Wie ermöglichen wir Arbeitnehmern durch öffentliche Verkehrsmittel zum Arbeitsplatz im ländlichen Raum zu kommen, wenn sie in der Stadt wohnen und umgekehrt? Das Ganze auch immer unter dem Aspekt der Nachhaltigkeit, CO2-Neutralität und Bürgernähe.

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Ich sage es ganz offen: Wenn man einzelne Befindlichkeiten beseitigen könnte, habe ich interessante Schnittmengen bei Liberalen und Linken festgestellt. Der Weg zum Ziel scheint zeitweise parallel zu verlaufen. Es trennt wie immer das ein oder andere Detail bei der Umsetzung und bei ideologischen Fragen. Die Jugend geht den Weg des „sowohl-als-auch“. Wird es nicht langsam Zeit für einen sozial-liberalen Weg?

Ich gebe zu, ich war skeptisch, als Bodo Ramelow Ministerpräsident wurde. Ich muss aber gestehen, dass vieles besser lief, als erwartet. Thomas Kemmerich kenne ich jetzt schon eine ganze Weile und ich schätze sehr, dass er neuen Ideen gegenüber oft sehr aufgeschlossen ist. Die Ideen, die er direkt aus der Wirtschaft mitbringt, können gerade im Bildungsbereich, aber auch bei der Mobilität wichtige Impulse setzen. In Anbetracht der zu erwartenden schweren Mehrheitsbildung, sollten hier vielleicht beide Fraktionen nochmal in sich gehen. Wenn es die FDP in den Landtag schafft, scheint ein moderner „sowohl-als-auch“-Weg aus meiner Sicht mal eine Überlegung wert zu sein.

 

Fördern und Straffen

Besonders gut gefallen haben mir einige Vorhaben der CDU, wenn es um die Förderung im StartUp-Bereich geht. Was mir im Bildungsteil des CDU-Wahlprogramms, freundlich ausgedrückt, Irritation verursachte, machte der Teil zum Thema StartUp-Förderung umso besser. Fast ungewohnt progressiv fand ich den Vorschlag, Risikokapital öffentlich bereitstellen zu wollen. Das ist nämlich in Gesamtdeutschland ein großes Problem. Die meisten Investoren sind hier auf der Suche nach quasi ‚fertigen‘ Produkten und Unternehmen. Wir wundern uns, warum Europa kein eigenes Google oder Facebook entwickelt – das liegt nicht nur an der rückwärtsgewandten Digital-Politik, sondern eben auch an der mangelnden Bereitschaft in Ideen zu investieren. Klar gibt es Förderungen für Gründer. Die fallen in der Regel viel zu bürokratisch aus, sind viel zu gering dotiert und an ausbremsende Auflagen gebunden.

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WIRtschaft schaut auf die Wahl

Vor einigen Tagen kamen die Spitzenpolitiker aller Fraktionen in der IHK zusammen. Wobei Bern… Björn Höcke durch Stefan Möller vertreten wurde. Dies zu betonen schien auch den beiden Moderatoren extrem wichtig gewesen zu sein.

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Ich mache es kurz. Die Forderungen, die hier „die Wirtschaft“ in Bezug auf Bildung und Ausbildung formulierte, waren gelinde gesagt traurig. Es las sich bisweilen wie die Forderungen eines verzogenen Kindes. Ein Beispiel? Lehrer sollen, so sinngemäß, das Bild des Unternehmers und von Selbstständigkeit lehren und positiv besetzen, so dass sich Schüler auch für den Weg in die Selbstständigkeit interessieren. Die grundsätzliche Intention, Jugendliche auch für den Weg in das Unternehmertum zu motivieren, ist absolut richtig und eine Möglichkeit, wieder mehr Gründer und Unternehmer, ohne die unsere Wirtschaft nun mal nicht funktioniert, zu gewinnen. Diese und andere Forderungen zeigen aber, wie wenig „die Wirtschaft“ scheinbar in den letzten Jahren aus der prekären Situation in der Azubi-Gewinnung und dem Fachkräftemangel gelernt hat. Immer mit dem Kopf durch die Wand auf die eigenen Bedürfnisse ausgerichtet.

Wahl-Spezial recruising persopermIch frage mich, was wir in Anbetracht des akuten Lehrermangels und den über 1.000 Langzeiterkrankten unseren Lehrkräften noch aufbürden wollen. Sie sollen die Schüler über Ausbildung aufklären, sie sollen unsere Kinder erziehen, aber bitte auch nicht zu sehr, je nachdem ob Helikopter-Eltern oder „ist-mir-doch-egal-Eltern“ sich zu Wort melden oder eben nicht. Sie sollen unsere Kinder aufklären, weil wir mit unseren Kindern nicht über Sex sprechen wollen. Sie sollen unsere Kinder über digitale Medien unterrichten, weil wir unser eigenes Telefon nicht verstehen und ganz nebenbei sollen sie auch noch gesellschaftliche Bildung vermitteln bevor sie mal endlich anfangen auch den Stoff, den wir nicht mal ansatzweise an aktuelle Standards und Erkenntnisse angepasst haben, zu lehren.

Die moderne Aufgeschlossenheit und eine systematische Auseinandersetzung, wie sie von den Lehrern und oft auch den eigenen Mitarbeitern gewünscht wird, hätte ich mir bei der Zusammenstellung der Forderungen und bei manchen Fragen auch im Abstimmungsverhalten des Live-Teds (was ziemlich nice war) gewünscht.

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Ansonsten kam bei diesem Event die sehr wichtige Initiative einiger Unternehmer für ein weltoffenes und tolerantes Thüringen zur Sprache, für das sich alle Spitzenkandidaten, außer die (wen wunderts) der AfD bedankt haben. Wir berichten ja öfter über die Probleme, die damit einhergehen, wenn wir als persoperm ausländische Fachkräfte für Thüringer Unternehmen gewinnen wollen. Das viele Unternehmer hierin nicht nur eine starke wirtschaftliche Bedrohung sehen, sondern auch eine gesellschaftliche, halte ich für unheimlich wichtig.

 

Keine Alternative

Das führt mich zu einem letzten Punkt. Norman und ich haben uns im Vorfeld lange unterhalten, ob wir uns auch mit der AfD als Partei zusammensetzen. Da die Positionen der Partei relativ klar sind und auch nicht mit den Werten, die Norman und ich unternehmerisch als auch privat teilen, zu vereinbaren sind, haben wir uns gegen eine Anfrage entschieden. Der Erkenntnisgewinn wäre relativ gering gewesen. Auch bei der IHK-Veranstaltung wurde schnell klar, wie wenig die AfD zu den wirklich relevanten Themen inhaltlich und konstruktiv beizutragen hatte. Wer darin ein Affront sieht, hat das gute Recht dazu, wir können in jedem Fall sehr gut damit leben.

 

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