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Remote – Work: Gewohntes Leid oder schönes Übel?

Inzwischen kann sich fast jeder etwas unter dem Begriff „Home-Office“ vorstellen. Doch wie sieht es denn mit „Remote-Work“ aus? So manch einer würde den Begriff mit der Remote-Taste von der Fernbedienung in Verbindung bringen. So falsch ist der  auch gar nicht. In Wirklichkeit bedeutet „Remote-Work“ (frei übersetzt) Fernarbeit. Sozusagen das Arbeiten von Zuhause oder von einem x-beliebigen Ort aus. Und man selbst versetzt sich anschließend nach getaner Arbeit in den Standby – quasi wie beim Fernseher.

In unserer neuen Blog-Serie geben wir einen Einblick über die “Fernarbeit”- welche Vor- und Nachteile diese mit sich bringt und hautnahe Erfahrungsberichte von unseren Gastautoren, die ihren ganz persönlichen Umgang mit dem Remote-Arbeiten beschreiben.

 

Die modernste Arbeitsweise heutzutage:

Laut dem Cambridge Dictionary handelt es sich um Remote Work, wenn ein Mitarbeiter hauptsächlich von Zuhause arbeitet und mit dem Unternehmen via E-Mail und Telefon kommuniziert. Das wesentlichste Merkmal ist hierbei, dass der Arbeitnehmer in keinem festen Büro seine Aufgaben erledigt, sondern “woanders”. Das müssen nicht zwingend die eigenen vier Wände sein wie beim Home-Office, sondern kann auch ein mobiles Büro, der Stadtstrand oder das Lieblings-Café in Barcelona sein. Sozusagen ist das Home-Office nur eine Form des Remote-Workings . Die anderen beiden Formen dieser Arbeitsweise wären die alternierende Telearbeit (Arbeit wird in angemieteten Büros oder Zuhause verrichtet) und die mobile Telearbeit (Arbeit kann überall erledigt werden). Wobei Telearbeit schon ein sehr staubiger Begriff ist, der allerdings immer noch von Amtsseite aus die formal korrekte Verwendung darstellt.

 
Welche Berufe bieten sich hierfür an?

Es erscheint logisch, dass nicht jeder Beruf von überall aus getätigt werden kann.  Voraussetzung hierfür ist natürlich, dass man grundsätzlich eine Tätigkeit ausübt, bei der man nicht zwingend an einem festen Punkt, z.B. im Büro arbeiten muss. Und natürlich darf eine gute Netzabdeckung und eine ausreichende Internetverbindung nicht fehlen. Eventuell liegt es daran, dass in Deutschland diese moderne Art der Arbeitsverrichtung noch nicht so weit verbreitet ist. Vor allem bei Berufen wie Programmierer, Blogger, Entwickler, aber auch Buchhalter gestaltet sich die Arbeit ohne Netz eher schwierig.

 

Das Für und Wider

Die Vorteile für Mitarbeiter liegen auf der Hand: Nicht jeder kann sein volles Potenzial in einem stickigen Büro entfalten. Doch dank Remote-Work kann jeder auf der ganzen Welt erfolgreich arbeiten. Solange ein x-beliebiger Ort eine stabile Internetverbindung hat, lässt sich die Datenbank sogar vom Pool aus aktualisieren. Kunden-Mails können am Strand beantwortet werden und die Abstimmung mit den Kollegen lässt sich problemlos über Skype durchführen. Das heutige Arbeiten in der Welt der Digitalisierung bedeutet Freiheit. Das Wohlbefinden spielt bei der Produktivität eine enorme Rolle. Konzerne wie Google bauen ihre Offices nicht umsonst zu kleinen Spielparadiesen aus mit Früchtebar und Co. Sie wollen, dass die Arbeiter gar nicht nach Hause wollen und mehr Zeit in der Firma verbringen.

 

Aber auch deutlich pragmatischere Gründe können dazu führen, dass einzelne Kollegen remote arbeiten möchten – man denke beispielsweise an pflegebedürftige Angehörige oder Beziehungspartner, die im Ausland leben. Die Motivationen können also vielfältig sein.

Klar ist: Angestellte versprechen sich einige Vorteile von dem Plus an Flexibilität und Freiheit. Wissenschaftliche Studien, die ein eindeutiges Ergebnis liefern, stehen  hierzu zwar noch aus, doch zeigen Umfragen zumindest, dass die betreffenden Erwartungen meist erfüllt werden: So hat eine Befragung von 1.400 Nutzern des Portals „Flexjobs.com“ ergeben, dass die Flexibilisierung des Arbeitslebens bei der Mehrheit zu mehr persönlicher Zufriedenheit und sogar zu einer Steigerung des Gesundheitsgefühls geführt hat. 

 

Die öffentliche Debatte über die Flexibilisierung des Arbeitslebens hat sich lange genau um diesen Aspekt gedreht: die Vorteile für Mitarbeiter. Inzwischen erkennen jedoch auch immer mehr Unternehmen die Vorzüge von Remote Work – und die sind durchaus beachtlich. Klar: Für viele Unternehmer steht die Frage im Vordergrund, ob sich die Entwicklung auch finanziell auszahlt. Die Antwort darauf ist ein klares Ja. Stellen Sie sich einfach vor, die Hälfte Ihrer Mitarbeiter benötigte keinen Platz mehr im Büro. Sie würden ganz unmittelbar an sämtlichen Kosten für Ihre Office-Infrastruktur sparen. Doch für viele Firmen dürfte ein ganz anderer Faktor entscheidend sein: die Reduzierung eines bisherigen Standort-Nachteils. Insbesondere mittelständische Betriebe, die außerhalb der urbanen Ballungszentren angesiedelt sind, beklagen immer häufiger einen Fachkräftemangel und rückläufige Bewerberzahlen. Remote Work wirkt hier nahezu wie ein Recruiting-Wunder: Wenn der Jobwechsel ohne Ortswechsel von Berlin nach Boston möglich ist, werden auch KMU wieder attraktiver für Fachkräfte. 

  

Die Gründe für eine Ausweitung der ortsunabhängigen Arbeit liegen also auf der Hand. Allerdings ist die Auflösung des klassischen Bürolebens nicht nur mit Vorteilen verbunden, denn mit dem festen Arbeitsplatz verschwindet eben auch der feste Sitznachbar, der feste Lunch-Partner und manchmal auch der feste Eheberater. Zudem sieht sich nicht jeder Mensch als extrovertierter Weltenbummler, der an jedem Ort der Welt innerhalb von Minuten neue Freunde findet. Im Gegenteil: Viele Menschen schätzen den Arbeitsplatz als einen Ort der gewohnten, sicheren Umgebung, an dem sie auf die ihnen bekannten Menschen treffen. An diesem Punkt zeigt sich, dass das Arbeitsmodell des Remote Workings nicht für jeden Arbeitnehmer bedingungslos geeignet ist. Genauso verlangt diese Arbeitsweise eine hohe Selbstdisziplin und eine klare Strukturierung, da bestimmte Alltagsablenkungen, wie Fernseher, persönliche Erledigungen und sogar die Familie, nur auf sich warten lassen.

 

Und auch Unternehmer sehen sich durch den Wandel mit so manchem Problem konfrontiert. Ein Beispiel: Es wird insbesondere für Führungskräfte schwieriger, die eigenen Mitarbeiter einzuschätzen und schließlich auch zu bewerten. Auf der anderen Seite steht die Frage, wie stark sich Mitarbeiter an ein Unternehmen gebunden fühlen, wenn sie die Kollegen nur von Chat-Konferenzen und das Headquarter nur von Fotos kennen . Aber es existieren Lösungen hierfür: Ein paar Unternehmen bieten eine Teilzeitmöglichkeiten für Remote-Work an – die andere Arbeitszeit verbringt derjenige dann im Büro vor Ort.

Es bleibt nur noch eine Frage der Zeit bis sich Remote Work langfristig in Deutschland als Alternative anbietet, sofern die Bedingungen hierfür optimal sind.  Ob es unsere Arbeitswelt positiv beeinflusst, ist noch nicht gewiss, dennoch kann man sagen, dass es etwas Neues ist, welches zumindest ausprobiert werden  sollte. Jeder muss sich selbst ein Bild davon machen, ob es zu einem passt oder nicht.
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