Der -Player kann leider nur geladen werden, wenn Sie der Verwendung von Drittanbieter Cookies & Skripten zustimmen.

Sie haben zu einem früheren Zeitpunkt eine Auswahl zur Verwendung von Cookies & Skripten von Drittanbietern getroffen.

Klicken Sie hier um Ihre Auswahl zu ändern oder Ihre Zustimmung aufzuheben.

Remote-Work als Texterin: Alles kann, nichts muss, einiges sollte

Blog Remote Work Marisa Titel

Mein Office ist da, wo ich gerade bin. Als freiberufliche Texterin und Konzeptionerin arbeite ich hauptsächlich mit Agenturen und KMUs aus den verschiedensten Branchen zusammen, um Werbekampagnen zu entwickeln, Websites zu betexten oder dem Content Marketing den nötigen Inhalt zu liefern. Ich selbst lebe in Hamburg. Und meine Kunden? Die sind nicht nur quer durch ganz Deutschland verteilt, sondern befinden sich auch in London, der Schweiz oder den USA. Arbeiten oder Termine vor Ort sind da kaum möglich – Remote-Work ist daher ganz logisch zu meinem Alltag geworden.

Marisa Urban Blogbeitrag persoperm Remote Work

Marisa Urban ist Texterin aus Hamburg & arbeitet für Kunden in ganz Deutschland. Sie schreibt auch komplexe Texte, z.B. über Medizintechnik.

Ich würde es momentan auch nicht anders wollen. Remote-Work hat einfach zu viele Vorteile für mich:

 

  1. Selbst in einer Metropole wie Hamburg sind die Job- und Auftragsangebote begrenzt und der Konkurrenzkampf groß. Remote-Work gibt mir die Möglichkeit, meinen Kundenstamm theoretisch unendlich auszuweiten und mir die besten Angebote zu sichern. Wer würde dazu Nein sagen?
  2.  

  3. Ortunabhängiges Arbeiten verstärkt alle Vorteile, die die Selbstständigkeit bietet. Denn was nützt mir das Freelancer-Dasein, wenn ich trotzdem jeden Tag beim Kunden auf der Matte stehen muss? Im schlimmsten Fall noch zu festen Zeiten, die dem eigenen Tagesrhythmus nicht immer unbedingt entgegenkommen?
  4.  

  5. Ich möchte nicht für meine bloße Anwesenheit bezahlt werden, sondern für das Endergebnis, das ich liefere. Das ist mit Remote-Work selbstverständlich. Im Büro sitzen, nichts zu tun haben und warten, dass endlich Feierabend ist klingt zunächst verlockend – ist auf Dauer aber einfach nur frustrierend.

Natürlich sind mir auch schon Aufträge flöten gegangen, weil der Kunde auf räumliche Nähe bestanden hat. Vielleicht hilft die Corona-Krise hier, zumindest im Ansatz ein Umdenken anzustoßen. Denn im Normalfall entstehen durch die Fernarbeit keine Probleme.

Blog Remote-Work Freiheit

Communication is key

Was wichtig ist, ist eine gute Kommunikation – noch mehr als im klassischen Büroalltag. Ich telefoniere nur selten mit meinen Kunden und bevorzuge den Kontakt per Mail. Gerade weil das schnelle Nachfragen zwischendurch nicht möglich ist (erst recht, wenn unterschiedliche Zeitzonen ins Spiel kommen), ist eine exakte Kommunikation für eine erfolgreiche Zusammenarbeit entscheidend. Je mehr schriftlich vorliegt und im Voraus geklärt wird, desto weniger Missverständnisse entstehen. „Kannste mal eben schnell“-Anliegen sind die Ausnahme. Vor meiner Selbstständigkeit habe ich vier Jahre lang Montag bis Freitag acht Stunden an meinem Tisch im offenen Großraumbüro in einer Werbeagentur gesessen. Das war oft ein Freifahrtschein für spontane Störungen. Schließlich ist man ja eh da. Remote-Work nimmt dich durch die Distanz ein wenig aus der Dauerverfügbarkeit heraus – ein durchaus angenehmer Nebeneffekt.

Damit dieser Vorteil auch wirklich zum Tragen kommt, braucht es allerdings eine gesunde Einstellung zur Arbeit. Denn überall arbeiten zu können führt auch manchmal zum Druck, überall arbeiten zu müssen. Wenn es keine klare räumliche Trennung mehr zwischen Leben und Arbeiten gibt, fällt auch die tatsächliche Trennung von Freizeit und Arbeitszeit schwerer. Und am Ende steckst du doch wieder im Dauerverfügbarkeits-Treibsand, weil du schnell noch von unterwegs eine Mail beantwortest, obwohl eigentlich schon längst Feierabend oder du sogar im Urlaub bist.

Blog Remote-Work Urlaub

Bei mir gilt: Urlaub ist Urlaub. Ich versuche regelmäßig, lange Wochenenden einzuplanen oder auch mal eine Woche wegzufahren, in der die Arbeit dann zu Hause bleibt. Keiner meiner Jobs ist so wichtig, dass er im Zweifelsfall nicht auch ein paar Tage später erledigt werden kann. Schließlich rette ich keine Leben – ich mache am Ende des Tages einfach nur Werbung.

 

Selbstverwirklichung trifft Selbstdisziplin – oder auch nicht

Ich genieße den Luxus zu arbeiten, wann und wo es mir gefällt. Selten mehr als 4 Stunden am Tag, meistens an meinem Schreibtisch im Home-Office, am liebsten am Vormittag, sodass ich bis zum Mittagessen mit dem Großteil durch bin. Das klappt manchmal gut, manchmal weniger. Fällt mir doch mal die Decke auf den Kopf, buche ich mir einen Platz im Co-Working-Space. Das klischeehafte Arbeiten im Café steht hingegen eher selten auf meinem Plan: zu groß die Ablenkung, zu klein die Tische, zu unbequem die Stühle.

Was ich hingegen empfehlen kann: der Zug als Arbeitsplatz. Im ICE lässt sich hervorragend arbeiten, wenn man einen Platz mit Tisch erwischt, das Internet ist zumindest für meine Texterjobs ausreichend und niemand stört. Es gibt kaum ein besseres Gefühl, als auf dem Weg in ein langes Wochenende oder den Urlaub noch schnell einen Auftrag zu Ende zu bringen und dann auf halber Strecke zufrieden Laptop oder Tablet zu schließen mit dem Wissen, dass alles erledigt ist.

Denn der Mangel an Kontrolle durch Anwesenheit führt bei mir oft dazu, dass ich erst auf den letzten Drücker arbeite. Ich brauche den heißen Atem einer Deadline in meinem Nacken, damit ich mich hinsetze und durchziehe. Wäre es entspannter, alles zu erledigen, sobald es möglich ist und nicht bis zur letzten Sekunde zu warten? Klar. Aber manche Menschen funktionieren eben nicht so. Jeder, der Remote-Work als Option in Betracht zieht, sollte sich daher genau überlegen, welche Art von „Arbeiter“ er oder sie ist. Wer sich leicht ablenken lässt, feste Strukturen von außen braucht, Arbeit und Freizeit schwer trennen kann oder am liebsten Face-to-Face kommuniziert, der wird mit Remote-Work auf Dauer nicht glücklich werden.

Blog Remote Work-Konferenz

Ich selbst kann mir schon vorstellen, eines Tages wieder zeitweise vor Ort zu arbeiten – aber nie wieder eine 40-Stunden-Woche und immer mit der Option, meine Arbeit von woanders erledigen zu dürfen. Denn meine Leistungen sind nicht an einen Ort gebunden und genau das sollten Arbeitgeber und Auftraggeber anerkennen.

Mehr zur Autorin gibt es unter www.marisaurban.de

Cookies & Skripte von Drittanbietern

Diese Website verwendet Cookies. Für eine optimale Performance, eine reibungslose Verwendung sozialer Medien und aus Werbezwecken empfiehlt es sich, der Verwendung von Cookies & Skripten durch Drittanbieter zuzustimmen. Dafür werden möglicherweise Informationen zu Ihrer Verwendung der Website von Drittanbietern für soziale Medien, Werbung und Analysen weitergegeben.
Weitere Informationen finden Sie unter Datenschutz und im Impressum.
Welchen Cookies & Skripten und der damit verbundenen Verarbeitung Ihrer persönlichen Daten stimmen Sie zu?

Sie können Ihre Einstellungen jederzeit unter Datenschutz ändern.