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Remote-Work als frischgebackener Freelancer

3…2…1… Und Zack. Plötzlich ist es da, dieses ominöse Remote-Working. Gerade hatte ich noch meine letzte Woche Agenturleben hinter mir und dann plötzlich das große Nichts. Kein fester Platz im Büro mehr, kein sich magisch anfüllender und dauervoller Arbeits-Kalender und auch kein festes Gehalt.

An dieser Stelle sollte ich sicher kurz einwerfen wer ich bin und was ich eigentlich mache:

Hello, ich bin Julius, 30 Jahre alt und für meinen Beruf gibt es bis jetzt noch keine wirkliche Bezeichnung, mit der ich zufrieden wäre. Oder sie wäre sehr lang und würde ungefähr so klingen: 1Mann-Agentur-Analyst-Konzepter-Art-Director-Motion-Designer-Cinematograph-Kamermann-Contentcreator-der-Leute-über-die-unendlichen-Möglichkeiten-des-Videomarketings-und-Videocontents-aufklären-will. In kurz will ich für meine Kunden Videos und Filme erstellen, die nicht nur aussehen wie Hollywood, sondern auch für ihr gesamtes Marketing und Branding einen Mehrwert bringen. Ich nenne das Video-Value.

Remote-Work Einsteiger Julius Kamera

 

Ich habe einen großen Teil der letzten 6 Jahre im Marketing gearbeitet, die letzten 4 Jahre in einer Agentur. Jetzt bin ich seit einigen Wochen Freelancer und arbeite bereits mit mehreren Kunden in ganz Thüringen und ab Anfang nächsten Jahres deutschlandweit.  

Remote-Work heißt für mich vor allem Selbstständigkeit und Freiheit. Und ausgerechnet davor haben mich viele immer gewarnt. Es gibt da sicherlich eine lange Liste an Negativfaktoren: Kein fester Feierabend, unsichere finanzielle Situation etc. … Aber wenn man all diese Negativbilder mit der Arbeit in einer Agentur vergleicht, wirkt vieles des vermeintlich Negativen gar nicht mehr so erschreckend und vielleicht sogar ein bisschen vertraut.

Remote-Work Einsteiger Arbeit Videoprogramm

 

Ich habe schon lange mit dem Gedanken gespielt als Freelancer zu arbeiten, eigentlich schon direkt nach dem Studium, aber ich habe es offen gesagt aus Bequemlichkeit, Alltagstrott und Routine nicht gewagt. Es bedurfte erst mehrerer Burn-Outs in meinem näheren Umfeld, eines Todesfalls in der Familie und dem beruflichen Umzug meiner Freundin in ein anderes Bundesland, um mich erkennen zu lassen, dass ich mein Leben dringend umstrukturieren musste. Das tat ich dann auch.

Remote-Work Einsteiger Nachdenken

 

Mein Tag durch die rosa Brille:

Ich arbeite jetzt seit einigen Wochen Remote und ich muss sagen: Bisher bereue ich keine Sekunde. Seit ich selbst bestimmen kann wie, wann und wo ich meinen Arbeitstag verbringe, wirkt es fast so, als wäre ich aus einem dauergrauen Alltagsschlaf aufgewacht. Plötzlich spielen Freunde, Familie, gesunde Ernährung, Sport und Meditation wieder eine feste Rolle in meinem Tagesablauf.

Ich bin nach wie vor ein Frühaufsteher, allerdings jetzt nicht mehr, um ein paar Minute Ruhe zu haben, bevor die Kollegen ins Büro kommen.  Jetzt dreht sich mein Morgen um eine halbe Stunde Sport, ein ordentliches Frühstück und 20 Minuten Mediation. Wenn ich jetzt noch hinbekomme dabei die Nachrichten zu hören, wäre es fast perfekt.

Remote-Work Einsteiger Chaos Meditation

 

Auch der Rest des Tages läuft entspannter durch. Ich teste mich durch verschiedene Tagesstrukturen und versuche herauszubekommen, wann und wie ich am effektivsten Arbeite. Zurzeit fahre ich eine 3x2h Timeline bei der ich 3x mal am Tag ca. 2h extrem im Tunnel bin und danach meine Aufmerksamkeit wieder anderen Dingen zuwende. So komme ich am Tag auf gute 6h sehr konzentrierte Arbeit und schaffe oft mehr als vorher in 10h Büroalltag. Ab und zu powere ich auch mal 10h lang den Schnitt eines Videos durch, aber dafür ist dann meist der folgende Tag wieder etwas entspannter.

Einer der größten Vorteile ist für mich, dass ich durch meinen neuen Tagesablauf mehr Zeit und mehr mentale Kapazität für Weiterbildungen habe. Wo vorher nur Platz für ein paar Folgen Netflix zum Runterkommen am Abend war, lese ich jetzt Bücher über Cinematography und arbeite Onlinekurse zu digitalem Branding durch.

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Die Arbeit im Orbit des Mutterschiffs:

Ich habe das Gefühl, dass bei Remote-Work ein ziemlich großer Fokus auf das WO gelegt wird. Witzigerweise ist genau das der Faktor, um den ich mir am wenigsten Gedanken mache. Als digitaler Kreativer kann ich grundsätzlich fast Überall arbeiten, solange ich einen Stromanschluss habe und irgendwo in der Nähe ein Internetzugang ist, aber zwischen ‚Können‘ und ‚Müssen‘ liegt dann doch wieder ein Riesenunterschied.

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Ich würde meine Arbeit am liebsten mit einer Scifi-Serie vergleichen:
An vielen Tagen reise ich für Filmaufnahmen durch das halbe Land und gehe sozusagen auf Expedition in unbekannte Welten. An anderen Tagen sitze ich mit meinem Laptop bewaffnet in Cafés oder auf meinem Fensterbrett und schreibe Konzepte und Shotlisten. Aber bei jedem Projekt kehre ich irgendwann zum Mutterschiff, meiner Workstation zu Hause, zurück und setze Animationsfilme um oder schneide das gesammelte Footage zu einem fertigen Film zusammen.

Diesen zentralen Punkt meiner Arbeit werde ich so schnell auch nicht aufgeben können, zumindest so lange nicht, wie es nicht entsprechende Rechenleistung zu einem vernünftigen Preis in Laptopform gibt. Und solange Laptops nur einen Bildschirm haben. Als andere Option bleibt nur das alte Wohnmobil meines Vaters. Da passt sogar meine Workstation mit rein. Und was gibt es Schöneres als mit einem Blick aufs Meer zu arbeiten?

Remote-Work Einsteiger Wohnwagen

  

Der Blick in die Kristallkugel:

Was die Zukunft bringt kann keiner sagen. Für die nächsten Monate und Jahre wird Remote-Work sicherlich meinen Arbeitsalltag bestimmen. Ob es dann nochmal irgendwann wieder in eine Agentur oder Firma geht, sei dahingestellt.

Was ich mir gut vorstellen könnte, wäre eine engere Zusammenarbeit mit anderen Freelancern, hier in Erfurt im gemeinsamen Office-Space oder auch gänzlich remote auf der ganzen Welt. So können Projekte in Zukunft einfacher skaliert werden. Dafür habe ich auch schon ein paar Ideen im Kopf, aber das ist bis dahin noch top-secret.

Remote-Work Einsteiger Zusammenarbeit

   

Und einmal die M5 Tipps zum Mitnehmen, bitte:

Damit du als Leser von diesem Blog (neben meinen ewigen Ausführungen) noch etwas mitnehmen kannst, findest Du hier noch ein paar Punkte, weswegen Remote-Work für mich anscheinend so gut funktioniert:

  • Nicht alles auf einmal: Wenn du Remote-Arbeiten willst, dann solltest du am besten schon etwas Erfahrungen in deinem Feld mitbringen und dich selbst gut einschätzen können – sich selbst und die eigenen Projekte zu organisieren, wenn man noch nicht richtig vertraut mit seinem eigenen Skillset ist, kann sehr stressig werden. Versuch nicht gleich alles auf einmal zu machen!
  • Rhythmus – Versuch trotz der Freiheiten, deinen eigenen Rhythmus zu finden, in dem du gut arbeiten kannst
  • Balance – Geld verdienen ist nice und an schönen Orten Geld verdienen noch mehr, aber denke auch daran, dass du deine eigene Ressource bist. Plane dir also direkt Zeit zum Verschnaufen und Runterkommen ein
  • Stimuli – finde verschiedene Orte, an denen du gut arbeiten kannst und wechsle zwischen ihnen, dass hält den Input vielseitig
  • Vorbereitung – ich habe mir lange Gedanken über die Vor- und Nachteile gemacht, ehe ich den Schritt gegangen bin. Versuche dir einen Überblick zu verschaffen, bevor du ins Abenteuer aufbrichst, damit es keine einmalige Expedition wird

 


Zum Autor:

Julius Dürrfeld ist studierter Kommunikationswissenschaftler, Motion Graphic Designer und Commercial Cinematographer in Erfurt. Dabei steht er nicht nur hinter der Kamera und animiert, sondern entwickelt für seine Kunden Filmkonzepte und Social-Media-Strategien rund um das Thema Video.

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