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Mit Gamification das eigene Recruiting revolutionieren

Gamification-Titel persoperm Blog

Wer sich heute von anderen in der eigenen Darstellung und Vermarktung abheben will, muss sich schon etwas einfallen lassen. Insbesondere im Recruiting fällt es vielen Unternehmen schwer, ab vom altbackenen Anzeigengeschäft, auf sich aufmerksam zu machen. Noch stärker macht sich das im Recruiting-Prozess selbst bemerkbar, der oft unkreativ mit einem Telefon-Interview, einem oder mehreren Bewerbungsgesprächen und eventuell noch einem uninspirierten Assessment-Center gekrönt wird.

Selbstverständlich verfolgen diese Maßnahmen einen Zweck: Das man die daraus zu gewinnenden Informationen und Erkenntnisse aber auch modern und interessant von den Kandidaten erfahren kann, blieb vielen Unternehmen bisher verborgen. Dabei bewirbt sich längst nicht nur die Kandidatin oder der Kandidat auf eine Stelle, sondern eben die Unternehmen auch bei den Kandidaten.

 

Spielprinzip

Gamification ist an sich kein all zu neues Konzept. Es findet sowohl in der Bildung, als auch im Verkauf oder beim Teambuilding Anwendung. Einige haben den Spaß an gamifizierter Erlebnisunterhaltung auch privat bereits für sich entdeckt. Das Murder-Dinner oder Escape-Rooms nutzen nämlich ebenfalls dieses Prinzip für sich. Und auch im Recruiting gibt es Unternehmen, die Gamification-Ansätze bereits länger nutzen. Das vielleicht bekannteste Beispiel – wobei man nicht sicher sein kann wieviel Wahrheitsgehalt dran ist – wird im Film „The Social-Network“ präsentiert, als Mark Zuckerberg sein Entwickler Team bei einer Kombination aus Hackathon und Trinkspiel zusammenstellt. Zugegeben nicht gerade vorbildhaft, aber in dieser semi-fiktiven Situation durchaus mit Erfolg umgesetzt.

Hackathon Gamification persoperm

Heute bieten bereits zahlreiche Unternehmen verschiedene Möglichkeiten Gamification in und für das Recruiting einzubinden. Fabula Games zum Beispiel fertigt auf Wunsch Spiele an, die entweder erst eine Bewerbung möglich machen – z.B. als Browsergame auf der eigenen Karriere-Seite – oder einer Auswahl an Kandidaten (statt einem langwierigen Assessment-Center oder noch langweiligeren Fragen zu den eigenen Fähigkeiten und Einstellungen) spielerisch und authentisch diese Informationen abfragen. Ob jemand wirklich kreativ in der Lösungsfindung ist oder das richtige Händchen beim Umgang mit unerwarteten Problemen hat, zeigt sich so ganz schnell. Natürlich dürfen die Ergebnisse aber auch nicht überbewertet werden.  

 

Kein leichtes Spiel

Wer unter einem gelungenen Einsatz von Gamification allerdings nur eine geschickte Methode des Testens und dem Entlocken von Informationen sieht, hat weder den Ansatz noch das dahinterstehende Potenzial verstanden und wird hiermit zukünftig ebenso wenig Erfolg haben wie mit den klassischen Methoden.

Gamification ist die Übertragung spielerischer Elemente auf andere Bereiche. Es ist letztlich eine Ergänzung, ein Stilmittel bei dem Bewerber/innen im Bewerbungsprozess abgeholt werden. Es ermöglicht tiefere Einblicke in die Kandidatinnen und Kandidaten, muss aber immer in einen größeren Kontext gesetzt werden. Schließlich haben wir bisher von eher zweckgebundenen Gamification-Maßnahmen gesprochen, die den Fokus darauf haben lösungsorientiert oder selektiv genutzt zu werden. Wie stark man Gamification im Recruiting einsetzt, hängt somit auch vom eigenen Unternehmen und den damit verbundenen Zielen ab. Selbstverständlich dienen die Maßnahmen überwiegend dazu die Kandidaten besser kennenzulernen und einschätzen zu können. Wer Gamification aber grundsätzlich verstanden hat, erkennt schnell, dass man in Zeiten in denen sich Unternehmen auch bei ihren Kandidaten bewerben, dieses Instrument ebenso zum Vorstellen des eigenen Unternehmens, der Unternehmenswerte und des allgemeinen Arbeitsklimas nutzen kann.

Personal Gamification persoperm Blog

 

Kritik an Gamification

Hier setzen Kritiker von Gamification auch gern an. Zugegeben stärker in Bezug auf Marketing und vor allem Bildung als im Recruiting. In den meisten Fällen offenbaren die kritischen Zungen durch ihre Argumente allerdings schon, dass die Kritik weitestgehend auf konservativen Ansichten und einem falschen Verständnis von Gamification fußt. Zum Beispiel in der Pädagogik, wo Kritiker behaupten, dass Spiellogik und schulische Logik nicht miteinander vereinbar wären. Zum einen müsste man ohnehin von Lernlogik sprechen, zum anderen zeigen zahlreiche Studien zum Thema das exakte Gegenteil auf. Da verwundert es nicht, dass sich die Autoren durchaus auf Quellen aus den 50er Jahren des letzten Jahrhunderts beziehen.

 

Gamification – du Versucher

Im Marketing sieht es ähnlich aus: Von Verführung ist die Rede oder gar von Verhaltensmanipulation. Das ist aus kommunikationswissenschaftlicher Sicht auch keine falsche Analyse. Doch dient Marketing im Allgemeinen ja dazu Meinungen, Einstellungen und Absichten zu beeinflussen. Damit zeigt sich, dass die Argumentation von Kritikern oft schon am Verständnis wesentlicher Grundsätze scheitert. Denn in Zeiten von Fachkräftemangel und einem umgekehrten Bewerbermarkt ist auch das Recruiting stark an das Marketing gebunden. Zudem verkennen diese kritischen Stimmen den Puls der Zeit.

Erfolg Gamification persoperm Blog

 

Der Sache wegen, das richtige Instrument

Dabei ist Gamification nicht nur wegen seiner Innovation und damit der Möglichkeit, sich (noch) vom Wettbewerb abzuheben, so interessant. Es ermöglicht, komplexe Aufgaben wesentlich praktikabler und verständlicher darzustellen. Informationsvermittlung – in einer Zeit, in der Informationen nicht nur mehr denn je ausgetauscht werden, sondern auch wertvoller als alles andere sind – bedarf heute moderner Instrumente, die die Rezeption und das Verständnis von Botschaften erleichtern. Die Komplexität gepaart mit der Schnelligkeit, wie wir heute kommunizieren, setzt gerade bei Themen wie Recruiting geeignete Instrumente voraus.

Dabei ermöglicht es der Gamifications-Ansatz nicht nur wesentlich besser einzuschätzen, ob die anstehenden Herausforderungen auch von den Bewerbern gemeistert werden können: Er bildet meist auch besser die Lebensrealität und die Erwartungen an zeitgemäßes Arbeiten der Bewerber ab. Zudem können durch einen intelligenten Aufbau und ein entspanntes Setting, der Stress und die mögliche Angst in der Bewerbungssituation reduziert werden, um klarere Antworten zu erhalten. Denn die Entscheidung des Bewerbers den Job zu wechseln, stellen sich viele Personaler immer noch zu leicht vor.

 

In der Praxis

Wie genau können solche Maßnahmen aussehen? Neben den schon erwähnten Bewerbungs-Games, die zugegeben nicht ganz günstig sind, kann man Gamification zunächst auch analog und dann digital angehen.

 

Level 1

Gestalten Sie eine erste Bewerbungsrunde mit ausgewählten Kandidaten/innen, als Speeddating an dem auch mehrere Mitarbeiter beteiligt sind und tragen zum Schluss Ihre Eindrücke zusammen. Dabei können die Personalverantwortlichen einen anderen Eindruck erhalten, als Mitarbeiter aus der die Vakanz-betreffenden Abteilung oder die Geschäftsführung. Hier spielt die Qualität der Durchführung und der gutdurchdachte Ablauf die entscheidende Rolle. Da muss sich das Team gut vorbereiten.

Teamwork Gamification persoperm Blog

 

Level 2

Wir haben ja zu Beginn den etwas unkonventionellen Ansatz eines Hackathons beschrieben. Grundsätzlich sind solche „Wettbewerbe“ im richtigen Rahmen eine interessante Sache. Sei es eine Gameshow mit realen Gewinnen – der Hauptgewinn ist das Stellenangebot oder der Einzug in die nächste Runde. Oder ein Ausflug mit den Kandidaten zum regionalen Sportverein, den man sponsert, um als Team gegen die Mannschaft anzutreten. Natürlich muss das immer zum eigenen Unternehmen und ein wenig auch zu den ausgeschriebenen Stellen passen. Wenn es aber daran scheitert, dass Sie sich z.B. nirgends engagieren und kreative Ansätze nicht zu Ihrem Business passen, dann wird es Zeit Ihr Unternehmen tiefgehend zu analysieren. Das Problem ist dann tiefgreifender und ernster, als Sie denken.

 

Level 3

Die Digitalisierung bietet uns natürlich ganz neue Ansätze, wenn es um Gamification geht. Mit wenig Aufwand lassen sich so oft kleine Gimmicks mit enormem Mehrwert umsetzen. Karriereseiten führen spielerisch durch den Bewerbungsprozess, bieten Checklisten und interaktive Elemente, um das Unternehmen besser kennenzulernen. Mit etwas mehr Aufwand lässt sich der Bewerbungsprozess so zu einem richtigen Erlebnis machen. Aktuell arbeiten wir von persoperm mit einem Kunden daran, dass ganze Office in einem bestehenden Spiel abzubilden, um nicht nur ein digitales Büro-Netzwerk im Falle eines zweiten Lock-Downs bieten zu können, sondern um dort auch Bewerbungsgespräche mit Bewerbern aus der ganzen Welt durchführen zu können – fern ab vom Standard-Video-Call.

 

Fazit Gamification persoperm Blog

  

Bonus-Level

Die Möglichkeiten sind mannigfaltig und es geht gar nicht so sehr darum, jeden Schritt mit einem Gamification-Ansatz zu verknüpfen. Akzentuiert ist es aber die Möglichkeit, zu sehen wie die Bewerber mit unerwarteten Situationen umgehen, wie sie Lösungen erarbeiten, wie konfliktfähig sie sind und ob auch die eine oder andere Fähigkeit – nur weil es sich im Lebenslauf gut liest – angegeben wurde. Zeitgleich kann man durch eben diese Ansätze das eigene Unternehmen besser vorstellen, verstärkt auf die Punkte eingehen, die einem in der eigenen Unternehmenskultur besonders wichtig sind und seine Anreize optimal präsentieren. In jedem Fall ist es eine Überlegung wert – auch für das Onboarding, die Mitarbeiterbindung und selbstverständlich auch zur Gewinnung von Auszubildenden.

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