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LinkedIn – das internationale Karriere-Gesichtsbuch für Besserverdiener

Titel-LinkedIn persoperm Blog

Das internationale Pendant zu Xing ist Netzwerk Nummer 5 in unserer Blogserie: LinkedIn . Obwohl beide Businessnetzwerke sind, unterscheidet sich LinkedIn deutlich von seinem Wettbewerber aus der DACH-Region. Wer von beiden ist aber das bessere Netzwerk?

 

Kurz-Geklickt: LinkedIn im Überblick

LinkedIn erblickte tatsächlich noch vor Xing das Licht der Social-Media-Welt. 2002 gegründet, ist das Netzwerk mit weltweit 706 Mio. Nutzern (Stand August 2020) das größte Business-Netzwerk der Welt und mit 15 Mio. Nutzer in der DACH-Region Xing dicht auf den Fersen.

Das Netzwerk gehört inzwischen zu Microsoft und verzeichnet 2020 über 50 Millionen Firmenprofile auf seiner Plattform. LinkedIn ist dabei in über 200 Ländern vertreten, wobei die Staaten nach wie vor den größten Markt darstellen. Dabei ist es überaus erfolgreich und verzeichnete einen Zuwachs von 16 Mio. Nutzer in nur drei Monaten vom Ende 4. Quartal 2019 zum Anfang 2. Quartal 2020. Das ist auch im Vergleich zu anderen Social-Media-Netzwerken durchaus beeindruckend.

Engagement linkedin persoperm blog

Zudem gelang es, die geteilten Seiteninhalte um 50% zu steigern. Das ist insofern relevant, da die Interaktionen bei vielen anderen Netzwerken – nicht zuletzt durch Zutun der Netzwerke zwecks Monetarisierung die Reichweite zu beschränken – immer schwieriger (ohne Geld zu investieren) auf gewohntem Niveau zu halten sind. Außerdem ist es LinkedIn gelungen (womöglich auch wegen Corona), die Anzahl der Live-Streams um 89% seit Anfang März zu steigern. Dabei steht die Funktion aktuell nicht mal allen Nutzern zur Verfügung.

 

Premium-Zielgruppen auch ohne Premium-Account

Passend zur gehobenen Preisstruktur (179,40€ Premium jährlich, 359,40€ Premium Plus jährlich, Xing Premium nur ca. 120,00€ im Jahr) gehören 45% der Nutzer zu den sogenannten „Besserverdienern“.

Tendenziell ist das Publikum auf LinkedIn leicht jünger, denkt globaler und sieht in LinkedIn nicht nur ein Kontaktnetzwerk für reale Kontakte, sondern eine Möglichkeit in seinem Berufsfeld oder den jeweiligen Interessengebieten (ob privat oder geschäftlich) Experten zu folgen, Inspiration für das eigene Schaffen zu erhalten und neue Kontakte zu finden – weltweit. Letzteres beansprucht natürlich auch Xing für sich, aber wer auf LinkedIn etwas aktiver und länger unterwegs ist, merkt schnell, dass es da dezente Unterschiede gibt. Zugegeben, LinkedIn hebt sich vom grundsätzlichen Aufbau weniger von anderen Netzwerken wie z.B. Facebook ab (Feed, Seitenabonnements oder die Möglichkeit zahlreiche Datenformate zu teilen). Dennoch ist der klare Business-Fokus deutlich zu erkennen und verleiht LinkedIn ein wesentlich erwachseneres und gebildeteres Erscheinungsbild, als das vieler privater Netzwerke. Gegenüber Xing zeigt es aber wie stark ein guter Feed, insbesondere mobil, ein Netzwerk nach vorn bringt. 

Zielgruppe linked in persoperm blog

 

Was kann es denn so?

Die Funktionen bei LinkedIn reichen von einfachen Postings bis hin zu Stellenangeboten, Chats, Unternehmensprofilen (Unternehmensseiten) und vielem mehr. Als Erstes fällt im Vergleich zu Xing der Feed auf. Jeder Nutzer hat einen auf ihn abgestimmten Feed und kann diesen entweder nach Relevanz oder Aktualität sortieren lassen. Dabei stellt sich der Algorithmus unterschiedlich clever an. Einige Funktionen gibt es allerdings erst als Premium-Account und diese dann umfassend sogar erst im Premium plus. Das stört grundsätzlich kaum, da die wichtigsten Funktionen bereits im kostenfreien Standardprofil verfügbar sind. Wer allerdings neugierig ist, wird schnell merken, dass eine intensive Nutzung von LinkedIn erst mit einem Premium-Account möglich ist.

Besonders möchte ich die Möglichkeit, verschiedene Unternehmensseiten zu erstellen, hervorheben. Diese lassen sich nämlich auch mit einem Standard-Account erstellen und mit mehreren anderen Usern gemeinsam verwalten, was einen erheblichen Vorteil gegenüber Xing darstellt. Noch besser ist die Option für die Unternehmensseiten Unterseiten erstellen zu können. Hier kann man auf einzelne Themen besser eingehen, ohne den Content direkt auf der Hauptseite posten zu müssen. Im Gegensatz zu Xing ein wirklicher Mehrwert bei der eigenen Unternehmenspräsentation ohne zusätzliche Kosten.

 

Alles was man so braucht

Posten lassen sich dabei ziemlich viele Formate von Text über Links bis zu Bildern und Videos. Die geteilten Inhalte werden zum großen Teil auch gut eingebunden und Hashtags erleichtern es, Beiträge besser für andere Nutzer zugänglich zu machen. Einzig das sich in LinkedIn selbst keine Beiträge planen lassen, schmälert die Arbeit dort ein wenig. Dafür lässt es sich aber super mit Tools wie HubSpot und Hootsuite verbinden, die dann auch eine Planung zulassen.

Funktionen linkedin persoperm blog

Wo wir gerade bei zugänglich sind. Hier hat LinkedIn echten Nachholbedarf. Einige werden sich wundern, aber LinkedIn hat Gruppen und ermöglicht es auch, eigene zu Themen zu erstellen. Jedoch ist die Funktion nicht nur gut versteckt, sondern auch unterirdisch in der Bedienung. Wären da nicht die hervorragenden anderen Funktionen, wie z.B. Live-Streams, der meist gut funktionierende personalisierte Feed und die Unternehmensprofile über die sich z.B. auch Stellenanzeigen schalten lassen, dann wäre hier ernsthafte Kritik nötig. So braucht es aber die Gruppen eigentlich gar nicht, wenngleich sie einige verstärkt nutzen.

Die Möglichkeiten, Anzeigen zu schalten, Beiträge zu sponsern oder auch die Messenger-Ads zeigen, dass LinkedIn durchaus gut-gedachte Werbeformate forciert. Dennoch ist die Preisstruktur recht unübersichtlich und im Zweifel viel zu hoch für kleine und mittelständische Unternehmen. Die Behauptung, dass die Klicks und Conversions hier mehr wert sind als anderswo, ist ebenso wie bei Xing mehr als gewagt. Wenngleich man hier festhalten muss, dass die Zielgruppe besser adressiert werden kann und man ggf. weniger Streuverluste verzeichnet. Gegenüber Xing sehe ich die Vorteile nur in der internationalen Ausrichtung und dem dadurch im Durchschnitt leicht anders aufgestellten Nutzern.

 

 

Recruiting auf LinkedIn in der Praxis

Egal ob man LinkedIn als Stellenbörse nutzt – und da ist sie eine der erfolgreichsten, wenn man sich die Zahlen anschaut – oder ob man Employer Branding betreibt: Recruiting ist natürlich eines der zentralen Themen auf LinkedIn. Hier erweisen sich die Unterseiten von Unternehmensprofilen als wahrer Schatz. Eine eigene Karriere-Unterseite wirkt nicht nur professionell und kann eigenständig beworben werden. Der Content wird so z.B. von Vertriebs-Content getrennt und kann sich auf die Bedarfe der Wunschkandidaten konzentrieren.

Natürlich stehen uns die Ads auch für Stellenanzeigen zur Verfügung. Interessant wird es aber bei den Recruiting-Tools, die LinkedIn für Geld bereitstellt. Sowohl für Bewerber, als auch für Unternehmen stehen hier verschiedene Pakete mit zusätzlichen Funktionen zur Verfügung. Für Bewerber LinkedIn Career und für Unternehmen bspw. LinkedIn Hiring oder auch LinkedIn Talent Solutions. Letzteres fungiert sogar als Bewerbermanagement-Tool – wer nicht eh schon eines nutzt.

Recruiting linkedin persoperm blog

 

Back to the future

Natürlich hat LinkedIn auch so seine Schwächen. Bei den aus meiner Sicht viel zu hohen Preisen für Premium-Nutzer angefangen, schafft es LinkedIn nicht, für einen großen Teil der kleinen und mittelständischen Unternehmen attraktive Preismodelle für eine kontinuierliche Schaltung von kostenpflichtigen Leistungen zusammenzustellen. Wir sprechen zumindest in Deutschland von 98% der Unternehmen in diesen Größenordnungen. Das ist allerdings nicht nur bei LinkedIn ein weitverbreitetes Problem bei digitalen Lösungen für Personal und Recruiting.

Ansonsten kann man sagen, wer jetzt anfängt sich stärker auf LinkedIn zu engagieren, macht sicherlich nichts verkehrt. Das Netzwerk erobert auch in Deutschland immer mehr Marktanteile. Zudem trifft man hier – vermutlich wegen der starken internationalen Ausrichtung – auch auf mehr Studierende, die das Netzwerk zudem konsequenter Nutzen als z.B. Xing. Es sieht zunächst also ganz gut aus für die Microsoft-Tochter.

 

Wie recruitingtauglich ist LinkedIn wirklich?

Es ist nicht so, dass ich sage LinkedIn ist besser als Xing. Es mag viele Unternehmen geben, für die der lokale Bezug bei Xing durchaus eine entscheidende Rolle spielt. Dennoch behaupte ich, dass LinkedIn bessere Zukunftsaussichten als Xing hat, wenn sich bei Letzterem nicht ein paar Sachen dringlichst ändern.

LinkedIn ist ein wahres All-Round-Talent. Es ist Informationsquelle, Vernetzungsplattform, Stellenbörse und füllt sich zunehmend auch mit Unterhaltung, die sich aber immer irgendwie am Business-Thema oder relevanten Themen für Gesellschaft, Politik und Unternehmen orientiert. Es ist, wie schon erwähnt, eine erwachsenere (viel erwachsenere) Version von Facebook.

Zukunft linkedin persoperm blog

 

Chancen nutzen

Wer nur einen Bruchteil der Möglichkeiten von LinkedIn nutzt, dürfte seine Chancen geeignetes Personal zu finden, deutlich erhöhen. Allerdings findet man auch bei LinkedIn nicht jede Zielgruppe. Während ich hier Ärzte super erreiche – naja, besser als anderswo – werde ich bei Pflegepersonal schon mehr Mühe haben. Wie auch bei Xing stellt man schnell fest, dass verschiedene Berufssparten nur wenig bis gar nicht vertreten sind.

Allerdings ist eines gewiss: Berater-Berater wie mich, findet man auch auf LinkedIn zuhauf. Es ist also wie immer eine Ermessensfrage, ob LinkedIn für das eigene Recruiting geeignet ist. Fach- und Führungskräfte erreiche ich hier aber sicherlich für viele Metiers. Unternehmen, die Dependenzen im Ausland haben oder gerade die, die sie nicht haben, können so einfach über den Tellerrand hinaussehen. In jedem Fall ist ein Profil mit einem regelmäßigen Engagement beim Content sowohl für das Recruiting, wie auch den Vertrieb zu empfehlen. Es schadet nicht, sich hier etwas Mühe zu geben.

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