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Jetzt kommt der Aufschwung – wie schwinge ich mit?

Spektakuläre Spekulationen

Spekulationen wie es während und nach der Corona-Krise – und ja, wir sind aller Wahrscheinlichkeit noch nicht raus – weitergeht, gibt es viele. Da gibt es die Ökonomen, die sich in düsteren Prognosen bis zur Finsternis überschlagen, die „Jetzt-wird-alles-anders-und-vor-allem-besser-Optimisten“ und viele die irgendwo dazwischen liegen.

 

Fürsten der Finsternis

Jetzt Prognosen abzugeben ist so eine Sache. Die aktuellen Daten lassen noch relativ wenig Rückschlüsse auf die zukünftige Entwicklung zu. Zudem sind Daten das eine, Menschen aber das andere. Die zuvor düsteren Prognosen erhielten kürzlich einen Dämpfer, als die Zahlen für Mai und jetzt Juni kamen. Ganz so finster sieht es denn wohl gar nicht aus. Kein Problem, die Schauderszenarien werden kurzerhand nach hinten verlegt. „Kommt noch“ ist da aktuell das Motto.

  

 

Träumen von einer besseren Welt

Den Optimisten muss man aber ebenso in die Parade fahren. Ja die Zahlen sind wesentlich schneller als gedacht, viel besser als erhofft. Allerdings sind sie im Vergleich zum Vorjahr immer noch schlecht und wer darauf baut, dass jetzt alles anders wird, hat vergessen, wie behäbig sich Politik und Wirtschaft mit Erneuerung tun. Einige werden diesem Ruf folgen, andere – und ich befürchte der wesentlich größere Teil – wird nur minimale Änderungen vollziehen und hoffen größere Umbrüche eher auszusitzen.

 

Bestandsaufnahme

Viele Unternehmen hat die Krise hart getroffen. Die Event-, Kultur- & Kreativ-Branche mit über 168 Milliarden Euro Jahresumsatz und fast 260.000 Unternehmen (immerhin knapp 8% aller Unternehmen in Deutschland) hat es besonders hart getroffen. Ebenso wie Tourismus, Gastronomie und viele Einzelunternehmer und Selbstständige.

  

 

Das hatte selbstverständlich auch Auswirkungen auf andere Branchen. Und dennoch gibt es auch zahlreiche Unternehmen, die kaum Auswirkungen gespürt haben oder sogar von der Krise leicht profitierten. Anbieter digitaler Lösungen waren beliebter als je zuvor und hatten Probleme Anfragen und Support abdecken zu können.

Auffallend hierbei ist, dass diese Branchen sogar noch stärker den Fachkräftemangel zu spüren bekamen, da Einstellungsgespräche oft nur digital durchgeführt werden konnten. Ohne die richtigen Tools auch in der IT-Branche nur für einige Stellen eine Option. Generell schienen Unternehmen, egal ob aus der Industrie oder anderen Wirtschaftszweigen, die bereits stark digitalisiert waren, besser durch die Krise zu kommen, als die, die es bisher vor sich hinschoben oder nur zögerlich neue Wege einschlugen.

   

Schnelles Aufrappeln

Dies bestätigte auch die Bundesagentur, die kürzlich ein paar Zahlen dazu veröffentlichte. Ausgehend von dem raschen Einbruch im März, waren die Zahlen neuer Stellenausschreibungen im April rapide gesunken. Doch bereits im Mai wurden wieder bedeutend mehr neue Stellen ausgeschrieben. Prognosen lassen diese Zahlen zwar nicht zu. Doch zeigen insbesondere die Art der Stellenausschreibungen, dass digitale Fachkräfte in der Krise besonders hoch im Kurs stehen.

 

Stärkster Anstieg ever

Ein weiteres Indiz ist der Ifo-Geschäftsklimaindex. Anstatt den Sand in den Kopf zu stecken, haben einige Unternehmen die Zeit genutzt und sich an, teilweise längst überfällige, Erneuerungen gemacht. Das ist nicht nur sinnvoll, sondern sorgt auch für gesunden Optimismus branchenübergreifend. So stieg der Index im Mai überraschen wieder und im Juni verzeichnete man sogar den stärksten Anstieg der jemals gemessen wurde. Natürlich muss damit erst einmal der vorausgegangene Einbruch ausgeglichen werden. Es zeigt allerdings auch, dass die Unternehmen durchaus positiv in die Zukunft blicken.

  

WIeso, Weshalb, Warum?

Ökonomen warnen zwar davor, dass sich die Lage erst jetzt nach dem zweiten Quartal bis ins dritte Quartal zeigen wird. Allerdings scheint die Wirtschaft wenig bis gar nix davon zu halten. Bis auf wenige konservative Unternehmen nahmen die meisten eher leichte Fahrt auf. Das mag daran liegen, dass viele die Krise auch als Chance darin sahen gezwungener Maßen Veränderungen loszutreten. Da begannen plötzlich bisher stark zurückhaltende Unternehmen die Digitalisierung als Chance wahrzunehmen.

  

Am Puls der Zeit bringt Sicherheit

Zudem konnten Unternehmen, die ihre Prozesse stetig optimiert haben, ob mit oder ohne digitale Lösungen, in der Regel die Corona bedingten Einschränkungen besser abfedern, als Unternehmen, die an ihren alten Strukturen seit Jahren festhalten und sich zum Beispiel modernen Arbeitskonzepten hartnäckig verweigern.

Wer diese bereits bei sich etabliert hatte, musste sich in einigen Prozedere gar nicht groß umstellen. Wo Remote-Work ebenso selbstverständlich – da wo es geht – gelebt wird, wie flexible Arbeitszeiten, Unterstützung bei der Kinderbetreuung oder virtuelle Arbeitsumgebungen, der konnte sich wesentlich leichter den Auflagen und Bedürfnissen vieler Mitarbeiter anpassen.

  

Natürlich geht das nicht in jedem Beruf und in jeder Branche. Allerdings zeigten sich Produktionsbetriebe, die auf derartige moderne Konzepte bereits umgestellt hatten, dass sich die ergebenden Probleme in Grenzen hielten.

 

Marketing & Vertrieb in der Krise

Gleiches galt für das Neugeschäft. Wer bislang eher sporadisch Marketing betrieb oder den Vertrieb seit Jahren steifmütterlich vorantrieb, der bekam nicht erst durch Corona Probleme. Das war eher ein Katalysator und beschleunigte exponentiell das, was schon seit längerem schieflief. Diejenigen, die sich mit kontinuierlichem und zeitgemäßem Marketing hervorgetan haben. Die, die neue Vertriebswege etabliert haben und das eigene Personal durch Weiterbildungen regelmäßig geschult, konnten den Einschränkungen partiell entgegenwirken und so ihren Vorsprung in der Krise weiter ausbauen. Natürlich musste auch sie mit den Einschränkungen kämpfen oder bekamen die Probleme von Kunden aus anderen Branchen und denen, die sich nicht so modern aufgestellt hatten auch zu spüren. Dennoch zeigte sich für viele, dass sich ihre Investition in Wissen, Technik und natürlich Personal bezahlt gemacht hat.

 

Wie schwinge ich mit?

Zunächst sollte man den Optimismus aus dem Ifo-Index für sich nutzen und ebenso positiv nach den eigenen unternehmerischen Chancen suchen. Dabei kann eine Strategie, die man aus der Krise ableitet ei gelungener Anfang sein. Man kann schauen, was hatte Bestand, was muss sich ändern?

  

Wer bis dato noch nicht sein Business überdacht hat, der tut gut daran sich jetzt damit auseinanderzusetzen. Zwar ebbt die Ruhe der Krise allmählig ab, doch ist es nicht zu spät notwendige Modernisierungen in Angriff zu nehmen.

 

Neue Wege

Profitieren kann man auch davon, sich selbst weiterzubilden. Generell sollte man sich möglicherweise neue Prioritäten setzen und damit zukunftssicher agieren. Sei es beim Personal, der eigenen Flexibilität oder einer Überarbeitung der Prozesse. Interessant ist hier auch der Gedanke nicht nur aus dem eigenen Personal zu schöpfen, sondern in Zeiten vom Fachkräftemangel gezielt einige Arbeiten auf externe Dienstleister auszuweiten.

 

Die Mischung machts

Dabei ist es wichtig, dass man grundlegend für die wichtigsten Aufgaben aus dem jeweiligen Bereich gut qualifiziertes Personal im eigenen Unternehmen hat. Dieses muss nicht jede Aufgabe selbst ausführen, sondern kann externe Dienstleister koordinieren und so in der Regel wesentlich agiler Projekte umsetzen.

  

Zudem wird sich das so entstandene Netzwerk in andere Krisen durchaus als hilfreich erweisen. Insbesondere beim zunehmenden Fachkräftemangel können Personalengpässe in der Regel von externen Dienstleistern zuverlässiger besetzt werden. Gerade in Krisenzeiten, in der die zeitnahe Besetzung von Schlüsselpositionen, über Erfolg oder Misserfolg entscheidet, ist der Zugriff auf einen verlässlichen Partner wichtig, Das gleiche gilt zum Beispiel für das Marketing und den Vertrieb.

Wer mitschwingen will, muss sich also erst mal selbst in Schwung bringen.

  

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