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Die persoperm-Weihnachtsgeschichte

2020-12-16 Titel Weihnachtsgeschichte 2020
Unsere Weihnachtsgeschichte zum Hören & Lesen

Fachwichtelmangel am Nordpol: Harri & Santa in Not

Wochenlang hatte sich Oberelf Harri davor gedrückt, doch jetzt war es Anfang Dezember und es führte kein Weg mehr an der unangenehmen Aufgabe vorbei. Er atmete einmal tief durch und klopfte dann an die Tür. „Herein!“, tönte die gewohnt kräftige Stimme des Weihnachtsmanns aus dem Zimmer. Harri betrat den Raum. Santa hatte es sich mit einem heißen Kakao auf seinem Lieblingssessel gemütlich gemacht und kratze sich gerade in seinem dichten, weißen Bart.

„Mein Chef-Elf, was kann ich für dich tun? Laufen die Weihnachtsvorbereitungen?“ Harri schluckte und rang nach Worten: „Ja, ähm, also, es gibt da Probleme.“ Der Weihnachtsmann zog überrascht seine buschigen weißen Augenbrauen hoch und wartete, dass Harri weitersprach. Der Elf blickte verschämt auf den Boden: „Also, es ist so, wir haben zu wenig Wichtel. Letztes Jahr sind Dutzende in Rente gegangen und wir haben einfach zu wenig Nachwuchs ausgebildet. Die jungen Wichtel arbeiten viel lieber als freie Hausgeister und treiben da ihren Schabernack. Oder als fleißige Helfer in Häusern mit Aussichten. Wenn wir nicht schnell ein paar neue Kräfte bekommen, ist Weihnachten in Gefahr.“ 

Harri wartete nervös auf die Reaktion des Weihnachtsmanns. Der überlegte kurz, stand auf und setzte sich dann an seinen Computer. „Ach, ich mach hier ein paar Flugblätter fertig, die hängen wir dann rund um den Nordpol auf. Da werden sich sicherlich schon die Richtigen melden!“ Harri war nicht ganz überzeugt von der Idee, wollte seinem immer gut gelaunten und optimistischen Chef aber auch nicht sofort widersprechen.

 

Eine Woche später… 

„Und, haben wir genug Wichtel zusammen, damit die Spielzeugproduktion durchstarten kann?“ Der Weihnachtsmann sah seinen Oberelf erwartungsvoll an. Dessen Befürchtungen hatten sich allerdings bestätigt: Nachdem er gemeinsam mit den Rentieren die Flugblätter verteilt hatte, hatten sich nur ein Wichtel und der Grinch gemeldet – und keiner von beiden war für die Spielzeugwerkstatt geeignet gewesen. „Nein, Santa, leider nicht. Der Fachwichtelmangel ist ein echtes Problem hier oben im Norden.“ Harri sah, wie dem Weihnachtsmann Sorgenfalten auf die Stirn kletterten. Doch er war schließlich nicht umsonst der Oberelf, der den Laden quasi alleine zusammenhielt. 

„Ich habe mit dem Osterhasen und dem Nikolaus gesprochen, die hatten ähnliche Probleme vor ein paar Jahren. Sie haben den Vorschlag gemacht, die Wichtel selbst um Hilfe zu bitten. Und da habe ich ein paar interessante Dinge gehört. Die Spielzeugfabrik ist als Arbeitsplatz einfach nicht mehr so beliebt. Es gibt zum Beispiel Weihnachtselfen aus Übersee, die gerne mit Spielzeug arbeiten würden – aber die bekommen ihren Passierschein A38 viel zu langsam. Und dann der Stress, kurz vor Weihnachten Unmengen an Spielzeugen standardisiert und lieblos herstellen zu müssen, das kommt bei den jungen Wichteln auch einfach nicht mehr so gut an. Der Weihnachtsgedanke bleibt einfach auf der Strecke. Deshalb müssen wir unser Image ändern! Wir müssen den Wichteln etwas bieten, mit Keksen und Kakao allein bekommen wir die nicht mehr zu uns.“

Der Weihnachtsmann war kein großer Fan von Veränderungen, erst recht nicht, wenn es um so modernes Zeug wie „Image“ oder „Markenbildung“ ging. Dabei hatte er gar nicht gemerkt, wie sich das Arbeiten selbst verändert hatte und die Wichtel draußen eben auch. Er musste einsehen, dass Harri vermutlich die richtigen Dinge erkannt hatte. „Na dann“, brummte Santa, „Machen wir die Arbeit am Nordpol zu etwas ganz Besonderem!“

In den nächsten Tagen wurde am Nordpol gehämmert, gebaut und überlegt. Am Fließband wurden extra Heizungen montiert, damit es die Wichtel bei der Arbeit schön warm hatten. Es wurden faire Schichtpläne erstellt, um die Adventszeit entspannter zu gestalten. Moderne Maschinen und Technik sollten das Arbeiten zudem vereinfachen. Und eine neue Rentier-Herde ermöglichte den Wichteln regelmäßige Heimatbesuche. Das Wichtigste war aber, dass Harri und der Weihnachtsmann die Arbeit in der Werkstatt wieder mit dem Sinn und Geist von Weihnachten erfüllten und alle daran teilhaben ließen. Aus diesem Grund konnte Harri den Weihnachtsmann sogar dazu überreden, einen Account bei Elfbook anzulegen, auf dem sie mit Fotos und Videos den neuen Alltag in der Weihnachtswelt am Nordpol präsentierten und auch die Suche nach weiteren Arbeitselfen und Wichteln veröffentlichten. 

Und siehe da: Wichtel und Elfen aus aller Welt teilten die Videos und Bilder, schenkten dem Weihnachtsmann Likes und Kommentare und bewarben sich auf die offenen Stellen. Harri brauchte sogar Hilfe vom Nikolaus und Osterhasen, um die geeigneten Kandidaten auszuwählen und so schnell wie möglich auf die passenden Arbeitsstationen zu verteilen. 

Wenige Tage vor Weihnachten lief alles auf Hochtouren. Der Weihnachtsmann und Harri standen nebeneinander am Fenster, eine Tasse heiße Schokolade in der Hand und beobachteten das bunte Treiben in der Werkstatt. Santa klopfte seinem Oberelf anerkennend auf die Schulter. Harris Augen glänzten vor Freude. Mit etwas Hilfe und gutem Rat war Weihnachten gerettet worden.

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